Google Shopping wird für Händler kostenpflichtig

PayPal Zahlungsmittel

Am 15. November 2012 hat Google angekündigt, dass die bislang kostenlose Produktsuche Google Shopping (vormals als Froogle bzw. Google Products bekannt) für die Händler, die Produkte einstellen möchten, kostenpflichtig wird. Heute gab Google bekannt, dass dieser Dienst nach und nach durch die kommerzielle Version jetzt in Deutschland ersetzt werden soll, dieser Dienst wird in den USA übrigens schon einige Monate verwendet. Neben Deutschland sind auch die Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Spanien, Australien, Brasilien und Japan von der Änderung betroffen. Die Umstellung auf das neue kommerzielle System soll bis Mitte 2013 abgeschlossen sein.

Die offizielle Begründung von Google, aus der Email die heute verschickt wurde, lässt mich schon ein bisschen Schmunzeln:

Unserer Ansicht nach wird ein kommerzielles Modell dazu beitragen, dass Händler ihre Produktinformationen immer auf dem neuesten Stand halten. Präzisere Informationen, etwa genaue Preisangaben, die neuesten Angebote oder Angaben zur Verfügbarkeit von Produkten, gewährleisten bessere Shopping-Ergebnisse für unsere Nutzer und somit auch erfolgversprechendere Zugriffe für die Händler.  (Quelle: Google Email vom 17.01.2013)

Google Shopping soll qualitativ besser werden

Also auf deutsch: Es ist nur zum Besten der Händler, da die Qualität steigt. Es kommt übrigens der Versteigerungsmechanismus zum Einsatz, der bereits von AdWords bekannt ist.

Die Produkt-Feeds müssen jetzt mit Google Adwords verbunden werden. Zum Einstieg gibt es übrigens für Wechsler ein Guthaben von 75 €. Google sagt weiterhin, dass die bestehenden Feeds noch mehrere Monate zu sehen sein werden, erwähnt aber gleichzeitig, dass bereits ab Februar die Gebote mit in das Ranking einfließen, so dass davon auszugehen ist, dass die Händler, die nichts bezahlen, abrutschen werden.

Es bleibt abzuwarten in wie weit dieses Bestreben zur Qualität beiträgt. Für Händler gilt es sich auf diese neue Tatsache einzustellen und auch den Datenfeed für Google Shopping zu optimieren und entsprechend Budget einzuplanen. Sicherlich wird Google in Zukunft Google Shopping ausbauen und neben AdWords entsprechend in den Suchergebnissen prominent platzieren.

1 Kommentar

  1. Dazu habe ich eben gelesen (verkürzte Darstellung):
    Bei Google Shopping als Pay-Kanal bestehen 70% der Google-Suchseiten aus bezahlten Anzeigen -> unabhängige Suche?
    Für den gleichen Traffic sind für kleine Händler ca. 5000-8000 EUR pro Monat fällig, so dass diese verschwinden werden.

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